DIE KURSTADT

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EXKLUSIVER KURORT GESUCHT?
Herzlichst willkommen in Bad Oeynhausen.

Bad Oeynhausen (niederdeutsch: Bad Öinusen) ist eine Kurstadt am Südrand des Wiehengebirges im Kreis Minden-Lübbecke (NW). Sie war bis zum Jahr 2004 Staatsbad des Landes Nordrhein-Westfalen. Die nächsten größeren Städte sind Bielefeld (39 km südwestlich) und Hannover (80 km östlich).

In Bergkirchen, das zu Bad Oeynhausen gehört, befand sich in vorchristlicher (sächsischer) Zeit am dortigen Übergang über das Wiehengebirge ein Höhen-Quellheiligtum, an dessen Stelle später, im 9. Jahrhundert, eine Kirche erbaut wurde. Die heutige Kirche ist ein Nachfolgebau dieses Gebäudes. An der Kirche und an der unterhalb liegenden „Wittekindsquelle“ weisen Tafeln darauf hin. Wenige Meter davon entfernt steht noch heute ein Fachwerk-Gehöft aus dem 13. Jahrhundert.

Nach einer Anekdote wunderte sich der Colon Sültemeyer im Jahre 1745 über die salzige Kruste auf seinen Schweinen, nachdem sie sich im Morast gewälzt hatten. Nach Bekanntwerden dieses Fundes befahl König Friedrich II. den Bau einer Saline, die den Namen „Königliche Saline Neusalzwerk“ bekam. An diesen Beginn der Stadtentwicklung erinnert heute der Sültemeyer-Brunnen („Schweinebrunnen“) im Zentrum Bad Oeynhausens.

In den Jahren ab 1830 bohrte der Berghauptmann Karl von Oeynhausen (1795–1865) auf dem Gelände des heutigen Kurparks nach weiteren Salzvorkommen, stieß stattdessen aber 1845, im damals tiefsten Bohrloch Europas, auf eine Thermalsolequelle. Schnell wurde die Heilkraft dieser Quelle erkannt und die ersten Thermalbäder entstanden in dem Ort, der sich nun „Neusalzwerk bei Rehme“ nannte.

Nach der Enteignung und Entschädigung von vier „Kolonen“, die bereits Badeanstalten auf ihren Grundstücken betrieben, erfolgte die Genehmigung des Badebetriebs durch das Finanzministerium im Dezember 1844. 1848 gab König Friedrich Wilhelm IV. dem Ort den Namen „Königliches Bad Oeynhausen“. Nach Gründung der Stadt am 1. Januar 1860, durch Ausgliederung aus der Gemeinde Rehme, wurde dieser Name beibehalten.

Mit der Eröffnung der „Cöln-Mindener Eisenbahn“ 1847 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz. Im Zuge der folgenden Bad- und Stadtentwicklung entstand unter anderem der Kurpark nach Plänen von Peter Joseph Lenné, dem damals bekanntesten preußischen Gartenarchitekten. 1908 wurde darin das neubarocke Kurhaus errichtet, das von 1980 bis 2002 auch das Spielcasino beherbergte. Heute finden sich hier – unter dem Namen Kaiserpalais – das „GOP-Varieté“, ein Edelrestaurant und eine Diskothek.

Rund um den Kurpark entstanden, Anfang des 20. Jahrhunderts, Wohnhäuser des gehobenen Bürgertums. Eines der bekanntesten von ihnen, die Farne-Villa, musste 1969 einem Neubau weichen. Weitere Thermalsolequellen wurden erbohrt, darunter 1926 der Jordansprudel, der mit einer Schüttung von 6000 l/Min die größte kohlensäurehaltige Thermalsolequelle der Welt und heute das Wahrzeichen der Stadt ist.

Im Zweiten Weltkrieg wurden in Bad Oeynhausen 20 Lazarette für Verwundete eingerichtet. Bombenangriffe im Juni und November 1944, sowie kurz vor Ende der Kampfhandlungen im März 1945, zielten auf die Weserbrücken und die Weserhütte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war, bis zum Umzug nach Berlin, Bad Oeynhausen Sitz der britischen Militärregierung. In der Stadt hatte man zusätzlich das Hauptquartier der britischen Rheinarmee angesiedelt. Es befand sich im Hotel Königshof, das bis zum Kriegsende als Lazarett diente.

Bad Oeynhausen als Kurort war bis zum Jahr 2004 Staatsbad des Landes Nordrhein-Westfalen. Anfang 2004 wurde das Staatsbad kommunalisiert, die Trägerschaft hat die Stadt Bad Oeynhausen übernommen. (Quelle: www.wikipedia.org)

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