Kosten Kreditkarte

Kreditkartenkosten

Die Kosten: Achten Sie nicht nur auf die Jahresgebühr, d.h. was die Kreditkarte kosten soll.

Kreditkarte: Ein Muss für Händler?

Die Zahl der Barkunden nimmt immer weiter ab und wünscht sich immer häufiger andere Zahlungsmöglichkeiten im Stationärgeschäft. In Deutschland wird die Kreditkartenzahlung seit Jahrzehnten vernachlässigt - kein Zufall, dass vor allem die älteren Menschen immer noch lieber direkt in der Kasse als mit der Kreditkarte bezahlen. Dennoch gibt es gute Argumente, als Händler Kreditkartenzahlungen zu akquirieren.

Weshalb es Sinn macht, diesen Dienst Ihren Kundinnen und Servicekunden zur Verfügung zu stellen, lässt sich an einem Einblick in die Weiterentwicklung des Zahlungsverhaltens der Kundinnen und Servicekunden ablesen. Das europaweite undurchsichtige Gebührenmodell war einer der wesentlichen Gründe, warum bis vor wenigen Jahren viele Einzelhändler - zu Recht - zögerten, ihren Abnehmern Kartenzahlungen zu unterbreiten. Neben den unterschiedlichen Transaktionsentgelten der einzelnen Anbieter des Lesesystems mussten die Kaufleute in Deutschland bis 2014 1,73 Prozentpunkte des Fluktuationsumsatzes mit Mastercardkarten und 1,58 Prozentpunkte mit Visakarten an die kartenausgebenden Banken aufwenden.

Andere Kreditkartenunternehmen, wie American Express, haben noch mehr Geld in Rechnung gestellt. In einigen Fällen haben die Händler kumulativ bis zu vier Prozentpunkte ihres Absatzes eingebüßt. Durch die Begrenzung der Gebührensätze in der Europäischen Gemeinschaft entfällt nun jedenfalls die separate Erhebung von Gebührensätzen durch Kreditinstitute: So wurden im Dez. 2015 die sehr unterschiedliche Belastung von Kredit- und EC-Karten in den EU-Ländern auf 0,3 Prozentpunkte des Zahlungsbetrages und von so genannten EC-Karten - einschließlich der in Deutschland weitverbreiteten EC-Karte - auf 0,2 Prozentpunkte beschränkt.

Das heißt für den Handel mehr Offenheit, niedrigere Kosten und die Möglichkeit, sich einen Wettbewerbsvorteil auf dem Weltmarkt zu erkämpfen. Das Fehlen einer Kreditkartenzahlung kann sich manchmal nachteilig auf den Umsatz auswirken: Laut Untersuchungen ist das Barvermögen seit Jahren rückläufig, und bargeldloses Bezahlen ist für immer mehr Menschen eine selbstverständliche Sache. Fast 44 Prozentpunkte des Handelsumsatzes in Deutschland werden nach den derzeitigen EHI-Zahlen mit Girocard (EC) und Kreditkarte erlöst.

Vor allem in großen Städten sind Kreditkartenzahlungen im Handel ein Muss: Einkaufsmeilen und Ladenpassagen sind feste Ansprechpartner für ausländische Besucher - und fast ohne Ausnahme bezahlen alle europäische Nachbarländer lieber per Debit- oder Kreditkarte auf Reisen und in den Ferien. Selbst wenn sich der Laden nicht in einer touristischen Hochburg des Landes befinden sollte, fragen immer mehr Menschen nach einer Bezahlung mit Karte.

Weil der Stationärhandel in Zeiträumen des E-Commerce von jedem Einzelkunden abhängig ist, wäre es absolut nachlässig, diesen Umsatz zu verpassen. Dies beinhaltet auch, dass es für den Verbraucher so angenehm wie möglich ist. Und wenn Sie nicht genug Geld bei sich haben, können Sie trotzdem etwas einkaufen, wenn Sie mit einer Kreditkarte bezahlen können.

Dies erhöht auch die Chance, dass der Verbraucher mehr kaufen wird, als er eigentlich erwartet hat, denn das Herausziehen aus der Kreditkarte "tut" in der Praxis meist weit weniger weh als das Bezahlen mit Noten und MÃ? Daher sollten Händler den Dienst der Bezahlung mit Karte bereitstellen. Ja: Es handelt sich um einen zusätzlichen Dienst, der für den Kartenleser Zusatzkosten mit sich bringt.

Am gleichen Tag können Einzelhändler von ihren Abnehmern Kreditkartenzahlungen annehmen. Transaktionskosten betragen 0,95 Prozentpunkte pro Giro und 2,75 Prozentpunkte pro Kreditkarte, wofür die Kreditkarte bei höherem Umsatz gesenkt wird. Deine Kundschaft wird es dir dankbar sein, dass du in Zukunft unbar bezahlt hast und wird auch dann zurückkommen, wenn du kein Geld in deiner Brieftasche hast.

Allerdings werden potenzielle Käufer, die aufgrund mangelnder Dienstleistungen Kaufleute verloren haben, diese morgen nicht zurückgewinnen können.

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